Note: "Weber. Vor Jahren, als noch kein Europäer im Hinterland von Bamum Handel trieb, machte das Volk seine Stoffe und Tücher aus der Rinde eines Baumes. Dieser Baum hat dann später seinen Namen hergeben müssen zur Bezeichnung der europäischen Baumwolltücher, die der weisse Kaufmann jetzt auch in Bamum auf den Markt bringt. Diese Tücher sind gewöhnlich recht farbenfreudig und so schlecht, dass auch der Neger sie nur dann kauft, wennn er keinen andern Ersatz dafür hat. Der 'Rindenstoff' ist aus der Mode gekommmen, und nur einige alte Leute verstehen es noch , ihn herzustellen; aber der Bamum hat auch einene Webstuhl, auf dem er sehr solide Ware anfertigen kann. Freilich, dieser Webstuhl ist sehr primitiv und das Weben ist eine mühsame Arbeit. Der Bamumweber schiebt sein Weberschifflein schwerfällig zwischen dem Zettel hindurch von einer Hand in die andere, denn kaum mehr als 7 cm breit sind die Streifen, die auf dem schmalen Stuhle gewoben werden können! Diese Steifen werden dann mit grossen und langen Stichen zusammengesetzt, bis das Stoffstück breit genug ist, dass man daraus ein weites Beinkleid oder ein stoffreiches Hausagewand schneiden kann. - Ein europäischer Webstuhl, von einem höheren Beamten dem Häuptling geschenkt, ist das Entzücken der königlichen Weber und hat, während des Krieges, manches brauchbare Stoffstück an die kaiserliche Schutztruppe abgeliefert." (Wuhrmann, A., 1917. Beschreibung zu den Lichtbildern aus Bamum. E-30-0,6).; Note translation: "Weaver. Years ago, when no European was trading in the Bamum hinterland, people made their cloth from the bark of a tree. The name of this tree was then used to describe the European cotton cloth which the white trader brings to Bamum market nowadays. These textiles are usually very colourful , but they are also of such bad quality that the Africans only buy them when they have no other alternative. Bark cloth is no longer fashionable, and only a few elderly people still know how to make it. But Bamum people also have a loom on which they make very strong [or: 'good quality'] cloth. It is true that this loom is very primitive, and weaving oin it is hard work. The Bamum weaver pushes his shuttle laboriously from one had to the other. The strips of cloth he makes on this narrow loom are scarcely more than 7 cm wide. The strips are then sewn together with large long stitches until one has a piece of cloth large enough to make a pair of trousers or a flowing hausa robe. A high official gave the royal weavers a European loom. They were fascinated. And used it to produce many useful pieces of cloth for the imperial troops during the war." (A. Wuhrmann, 1917, "Commentaries on Slides from Bamum", K.387).